(frei nach »Die Geschichte vom Daumen-Lutscher« aus dem »Struwwelpeter« von Heinrich Hoffmann)
“Wahlvolk!” sprach die Frau Mama,
“Ich geh aus und du bleibst da.
Sei hübsch ordentlich und fromm.
Bis nach Haus ich wieder komm’.
Und vor allem, Wahlvolk, hör’!
Wähle keine Nazis mehr;
Denn der Höcke mit der Scher’
Kommt sonst ganz geschwind daher,
Und die Freiheit schneidet er
Ab, als ob Papier sie wär’.”
Fort geht nun die Mutter, ach
Weh! Das Kreuz bei Blau gemacht.
Bauz! da geht die Türe auf,
Und herein in schnellem Lauf
Springt der Höcke schnell hinein
Zu dem Nazi-Wahlvölklein.
Weh! Jetzt geht es klipp und klapp
Mit der Scher’ die Freiheit ab,
Mit der großen scharfen Scher’!
Hei! Da schreit das Wahlvolk sehr.
Mutter kommt nicht mehr nach Haus,
Wahlvolk sieht sehr traurig aus.
Ohne Freiheit steht es dort,
Die ist wieder einmal fort.
Erstveröffentlichung auf BlueSky.
Weiterverbreitung (mit Quellenangabe) ausdrücklich erwünscht.
Vgl. auch »Die Geschichte vom bösen Friedrich« und »Die gar traurige Geschichte mit dem Grundgesetz«.